Alternativen
Wohngemeinschaften und befristete Unterkünfte
Neben einer eigenen Mietwohnung gibt es in Deutschland einige Alternativen, die oftmals leichter zu finden sind. Hierzu gehören etwa Wohnung zur Untermiete und Wohngemeinschaften.
Wohngemeinschaften: Wer allein nach Deutschland kommt, möchte ggf. in eine WG oder Wohngemeinschaft ziehen. Diese Art der gemeinsamen Unterkunft ist nicht nur relativ günstig, sondern bietet zugleich eine Möglichkeit, Deutsche kennenzulernen und im Alltag die neue Sprache zu üben. Wohngemeinschaften sind vor allem unter Studenten und jüngeren Menschen verbreitet, es gibt aber auch WGs mit 50-60jährigen Bewohnern. Das Leben in einer WG bedeutet natürlich eine gemeinsame Küchen- und Badnutzung. Beachten Sie, dass WG-Zimmer meistens nicht möbliert sind.
Befristete Unterkünfte: Wenn Sie sich nur vorübergehend in Deutschland aufhalten wollen, sollten Sie eine Unterkunft zur Untermiete in Erwägung ziehen. Dies kann ebenfalls eine gute Übergangslösung zu einer langfristigen Unterkunft sein. In Deutschland haben viele Mieter das Recht, Ihre Wohnung für eine befristete Zeit unterzuvermieten. Da viele junge Deutsche gerne reisen oder für eine befristete Zeit in eine andere Stadt oder ins Ausland gehen, ist diese Form der Untermiete recht verbreitet. In Kleinanzeigen werden solche Wohnungen normalerweise zur Untermiete oder zur Zwischenmiete ausgewiesen. Der Untermietvertrag wird in diesem Fall mit dem Hauptmieter abgeschlossen, nicht mit dem Vermieter.
Mitwohnzentralen - die schnelle Art der Wohnungssuche
Befristete Unterkünfte werden unter anderem durch lokale Mitwohnzentralen vermittelt. Die Agenturen sind auf die Vermittlung von Wohnungen zur Untermiete und zeitlich befristeten Zimmern in Wohngemeinschaften spezialisiert. Die Mietdauer liegt dabei i.d.R. zwischen einem Monat und einem Jahr. Für die Vermittlung verlangen die Mitwohnzentralen eine Bearbeitungsgebühr, die unter anderem von der Länge des Untermietverhältnisses und der Miethöhe abhängt.
Mitwohnzentralen in Ihrer Umgebung finden Sie über den Ring Europäischer Mitwohnzentralen e.V. (REM). Diese ist unter der bundesweite Durchwahl 19430 sowie der jeweiligen Vorwahl einer Stadt erreichbar (z.B. 030 19430 für Berlin oder 0228 19430 für Bonn). Sämtliche Mitwohnzentralen sind auch auf der REM Webseite www.mitwohnzentrale.de verzeichnet.
Falls Sie die Dienste einer Mitwohnzentrale in Anspruch nehmen möchten, müssen Sie zunächst einen Vermittlungsauftrag ausfüllen. Anschließend sollten Sie regelmäßig den Stand Ihrer Angebote überprüfen. Überweisen Sie keine Bearbeitungsgebühren vor der Unterzeichnung eines Untermietvertrags.
Weitere Artikel in diesem Kapitel
- Einführung: Die Wohnungssuche in Deutschland
- Der Wohnungsmarkt: Wie schwierig ist die Wohnungssuche?
- Vorbereitung: Die ersten Schritte zur Wohnungssuche
- Kleinanzeigen: Großes Angebot - große Nachfrage
- Makler: Der Umgang mit Immobilienmaklern
- Alternativen: Wohngemeinschaften und befristete Unterkünfte
- Studentenunterkünfte: Die günstige Alternative
- Staatszuschüsse: Subventionierter Wohnraum bei geringem Einkommen
- Mietverträge: Was Sie vor der Unterzeichnung wissen sollten
- Umziehen: Tipps & Tricks für den Einzug in Ihre neue Wohnung
- Abkürzungsverzeichnis: Die wichtigsten Abkürzungen im Immobilienmarkt